Die Goldene Straße


Nicht erst seit dem 14. Jahrhundert gibt es die "Goldene Straße". Schon bevor Kaiser Karl IV. diese alte internationale Ost-West-Verbindung von Prag über Pilsen, Mies, Pfraumberg (CZ), Leuchtenberg (D), Wernberg, Hirschau, Sulzbach - Rosenberg, Hersbruck nach Nürnberg zu der berühmten "Goldenen Straße" verband, waren zumindest Teile dieses Handelswegs bereits "eingetreten".

Sein großer Verdienst ist ihr Ausbau. Indem er Gebiete der hochverschuldeten Wittelsbacher verpfändete, schuf eine sichere Trasse zwischen seinen Stammländereien in Böhmen und den Reichsländereien im Westen.

Der sich einstellende blühende Handel brachte vielen der alten und neugegründeten Orte, Märkte und Städte wirtschaftlichen Aufschwung. In der Architektur spiegelt er sich heute noch, wenn man sich z.B. die gotische Fassade des Rathauses in Sulzbach-Rosenberg oder der stattliche Treppengiebel des Hirschauer Rathauses betrachtet. Im Zuge der Entwicklung avancierte Sulzbach-Rosenberg kurzzeitig sogar zur Hauptstadt "Neuböhmens".

Kaiser Karl IV. von Böhmen, der nach Ludwig dem Bayern deutscher König und abendländischer Kaiser wurde, hat diese Goldene Straße selbst 52 mal von Prag nach Nürnberg benutzt. Die Straße, die wohl schon zu Zeiten Karls des Großen den Namen "Goldene Straße" führte, wurde mit zahlreichen Amtssitzen und Burgen geschützt. Zusammengerechnet hielt sich Karl IV. 185 Tage in Sulzbach auf und unterzeichnete hier gut 100 Urkunden - in der Stadt, die bis 1373 die Hauptstadt Neuböhmens war.


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